Autonome Selbst-Organisierung & anarchistische Intervention

Eine Spannung in der Praxis

von Wolfi Landstreicher, A5, 36 Seiten

 

„Wir brauchen keine politische Organisation irgend einer Art zu erschaffen, um die Anarchie zu repräsentieren. Tatsächlich würde es der Selbst-Organisierung entgegen arbeiten, dies zu tun. Statt dessen sollten wir von uns selbst ausgehen, unseren eigenen Bedingungen als Individuen, denen ihr Leben gestohlen wurde, unserem Kampf gegen diese Bedingungen und unserem Bedürfnis, SchöpferInnen unserer eigenen Existenz zu sein. Von dieser Grundlage aus wäre eine anarchistische Intervention kein Evangelismus für ein politisches Programm oder oder für das wahre politische Bewusstsein. Sie wäre vielmehr die Suche nach KomplizInnen, die Entwicklung von Affinitätsbeziehungen, die Verschränkung unserer Wünsche und Leidenschaften, unserer zerstörerischen Wut, unserer Ideen und unserer Träume mit denen von Anderen in ihren Kämpfen und Revolten. Solch eine Suche kann inmitten sozialer Bewegungen der Revolte ihren Weg finden, die sich verbreitenden Affinitäten entdecken, die eine informelle Föderation der Komplizenschaft bietet. Sie kann auch dort ihren Weg finden, wo keine soziale Bewegung zu existieren scheint, die verborgenen Venen anderer individueller Revolten finden, die nach Komplizenschaft suchen, und vielleicht findet sich in diesen verborgenen Venen der Embryo einer neuen sozialen Bewegung.“

 

Text online lesen: andiewaisendesexistierenden.noblogs.org

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