Ja, aber was wollt ihr den eigentlich?

A5, 12 Seiten

 

„Was uns als Anarchisten charakterisiert, ist, dass wir die Ziele als untrennbar von den Mitteln betrachten, denn die Methoden des Kampfes geben bereits Einblick in das Leben, wofür wir kämpfen. Der Sinn dessen, was wir tun, haftet der Aktivität selbst und nicht der Anzahl quantitativer Resultate an; eben weil die sozialen Kräfte unvorhersehbar sind, kann man sie nicht in Zahlen messen: was wir wahrnehmen, das sind im Grunde nur die ersten, sich bildenden Kreise der Steine, die wir werfen.
[...]
Und somit ist das, was wie ein ”Purismus” erscheinen mag, in Wirklichkeit eine recht konkrete Weise, die Existenz zu betasten, ”mit der stolzen Freude des sozialen Kampfes”. Wir glauben nicht an aufgehende Sonnen der Zukunft, während man im Hinter- zimmer Berechnungen anstellt. Die Welt, in welcher wir leben wollen, muss so viel wie möglich in unseren eigenen Beziehungen und Verhaltensweisen enthalten sein.
[...]
Uns als Ausgebeutete an der Seite von anderen Ausgebeuteten betrachtend, denken wir, dass unsere Ungeduld und unsere Entschlossen- heit hier und jetzt anzugreifen, einen Teil des Klassenkonfliktes ausmacht. Wir lassen keine Hierarchie unter den Mitteln zu, die sich auf den im Strafgesetzbuch vorgesehenen Risiken begründet: ein Flyer hat die selbe Würde wie ein Sabotageakt, denn die direkte Aktion steht für uns der Verbreitung von Ideen nicht gegenüber.“


Text online lesen: andiewaisendesexistierenden.noblogs.org

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