Textsammlung: Errico Malatesta

von Errico Malatesta, A5, 24 Seiten

 

– Anarchismus und Gewalt

– Anarchie und Gewalt

– Moral und Gewalt

– Revolutionärer Terror

– Die moralische Grundlage des Anarchismus

 

Errico Malatesta (1853 – 1932)
Errico Malatesta, 1853 in Capuz / Provinz als Sohn wohlhabender Eltern geboren, gehört zu den namhaften Vertretern des kommu- nistischen Anarchismus. Zunächst studierte er Medizin, brach sein Studium aber frühzeitig ab, da er zu der Erkenntnis gelangt war, sein Leben der „sozialen Revolution“ widmen zu müssen.
Als Mitbegründer der anarchistischen Bewegung in Italien, die vorwiegend auf Michael Bakunin zurück zu führen war, mußte Errico Malatesta 1878 das Land verlassen, da er sich ganz ent-
schieden gegen einen Kompromiß mit dem Parlamentarismus aussprach. Von die- sem Zeitpunkt an nahm Malatesta die Rolle des rastlosen Revoluzzers ein. Zunächst ging er nach Ägypten, lernte später in Genf Peter Kropotkin kennen, wurde aus der Schweiz ausgewiesen, reiste nach Rumänien und flüchtete von dort aus nach Frank- reich. Einige Jahre später gings über England nach Argentinien, wo er erheblichen Einfluß auf den Aufbau der dortigen Arbeiterbewegung nahm.
1897 kehrte Malatesta nach Italien zurück, wo er aber zu Beginn des folgenden Jahres auf Grund ‚REVOLUTIONÄRER UMTRIEBE‘ verhaftet und auf einer Insel interniert wurde. 1899 gelang ihm aber die Flucht über Malta in die USA, von wo aus Malatesta wiederum nach England zurückkehrte.
Überall von der Polizei gesucht, überwacht, festgenommen, ausgewiesen und wie- der inhaftiert, wurde E. Malatesta zur legendären Figur im Kampf für die Anarchie, da er trotz aller Repression nie den revolutionären Elan verlor.
1913 ging er wiederum nach Italien und gab dort eine anarchistische Tageszeitung heraus (50.000 Exemplare), die Ende 1922 auf Grund der Machtergreifung durch die Faschisten aber ihr Erscheinen einstellen mußte. Zwischen 1924 und 1926 veröffent- lichte er aber dennoch eine Zweimonatsschrift. Von 1926 bis zu seinem Tod im Jahre 1932 lebte Malatesta in Rom, wo er fast 80-jährig noch als Elektriker seinen Lebens- unterhalt verdiente, ständig von den Faschisten überwacht, ansonsten aber unbehelligt.

 

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