NIKA #1

Rechter Terror
A5, 28 Seiten, Oktober 2020

 

Die Nummer Eins des Zines von NIKA-Bayern ist da. Schwerpunktmäßig dreht sich diese Ausgabe um rechten Terror. In Bayern hat es besonders viele Fälle rechten Terrors gegeben. Alleine fünf Mal mordete hier der NSU, neben dem Anschlag auf das Oktoberfest und dem OEZ-Attentat gibt es noch eine Reihe unbekannterer oder in Vergessenheit geratener rechter Terrortaten, etwa den Brandanschlag der Gruppe Ludwig 1984 in der Münchner Schillerstraße. Auch die Überlegungen 2003, eine Bombe bei der Grundsteinlegung des jüdischen Zentrums in München zu zünden, sind heute Vielen nicht mehr präsent. Wir haben mit dem Journalisten Robert Andreasch über die Planungen der „Schutzgruppe“ gesprochen, und dabei auch viele interessante Details darüber erfahren, wie sich die lokale Naziszene damals organisierte und welche denkwürdigen Praktiken der bayerische Verfassungsschutz auf Lager hatte. Die initiative kritisches gedenken aus Erlangen, die sich mit dem antisemitischen Doppelmord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke 1980 in Erlangen auseinandersetzt, weist wiederum auf Kontinuitäten des rechten Terrors in Deutschland hin und schlägt den Bogen zu aktuellen Taten und wie diese verhandelt werden. Ein Beitrag zum Oktoberfestattentat ordnet den mörderischen Anschlag in ein gesellschaftliches Klima ein, in dem ein Rechtsaußen-Bundeskanzler Strauß mehr als möglich schien. Veronika Kracher erklärt, was es mit Reddit und Redpillern auf sich hat und leuchtet die Räume aus, in denen sich die Attentäter von Hanau, Halle und Christchurch vernetzten und radikalisierten. Das NSU-Tribunal in Nürnberg stellt sich vor und außerdem erfahrt ihr, warum 75 Jahre nach der militärischen Niederlage Deutschlands im zweiten Weltkrieg die Sache mit der Entnazifizierung alles andere als abgeschlossen ist.

 
www.nationalismusistkeinealternative.net

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