Der kommende Aufstand

von «Usichtbares Komitee», A5, 92 Seiten

Es geht nicht mehr darum zu warten – auf einen Lichtblick, die Revolution, die atomare Apokalypse oder eine soziale Bewegung. Noch zu warten ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht das, was kommt, sondern das, was da ist. Wir befinden uns schon jetzt in der Untergangsbewegung einer Zivilisation. Das ist der punkt, an dem man Partei ergreifen muss.


Es handelt sich bei vorliegendem Text um die Arbeit des Übersetzerkollektivs; diese Übersetzung ist bereits wesentlich besser als die Übersetzung von Nautilus, hat allerdings noch einige Schwächen – es ist allerdings auch nicht leicht, den teilweise fragmentarischen Stil der französischen Originalausgabe ins Deutsche zu übertragen.

„Der kommende Aufstand“ wurde im Anschluss an die Krawalle in französischen Vorstädten 2005 geschrieben und erschien auf Französisch im März 2007. Größere Aufmerksamkeit erlangte es durch die Festnahme der Gruppe „Tarnac 9“, die im November 2008 beschuldigt wurde, einen TGV-Zug mit Hakenkrallen lahm gelegt zu haben (eine Technik, die in Deutschland als Widerstandsaktion gegen Atommülltransporte sehr beliebt war), außerdem wurde Julien Coupat beschuldigt „L´insurrection qui vient“ geschrieben zu haben – er wies den Vorwurf zurück, drückte jedoch seine Solidarität mit dem Text aus. Vor dem Erscheinen der englischen Ausgabe im August 2009 fand eine unautorisierte Lesung in einer New Yorker Buchhandlung statt, die mit einem Polizeieinsatz endete. Der konservative Talkmaster Glenn Beck sprach von den Autoren als einer linksextremen Gruppe, die die Gesellschaft bedrohe und zu einem Aufstand mit Waffengewalt aufrufe.

„Der kommende Aufstand“ ist im autonomen Vokabular geschrieben und orientiert sich an der situationistischen Herrschaftskritik. Es gilt, der Herrschaft eigene Organisationen entgegenzusetzen und Aufstände in der Bevölkerung, vor allem den Protest der jungen Generation, als Teil eines revolutionären Umbruches zu begreifen und ihn aktiv voranzutreiben, oder, wer diese Form des Aktionismus nicht mitmachen möchte, sich der Herrschaft möglichst vollständig zu entziehen – und für den Staat unsichtbar zu werden.

Anarchistische Kommunen gelten (auch unter Bezugnahme auf die historische Pariser Kommune) als letzter Ausweg aus einer im Grunde ausweglosen Gegenwart.

 

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